Springe zum Hauptinhalt der Seite


Die Projekte

Unser Dorf fährt elektrisch


21. September bis 1. November 2020:

Stimmen Sie für Ihre drei Favoriten!

Zur Online-Abstimmung


Unser Dorf fährt elektrisch

Drei Regionen in Niedersachsen förderten in einer Wettbewerbsreihe die E-Mobilität – und stärken ganz nebenbei das Gemeinschaftsgefühl in ihren Dörfern.

Mit einem Wettbewerb bringen die Akteure in den LEADER-Regionen Harzweserland, Osterode am Harz und Göttinger Land seit mehr als zehn Jahren den Klimaschutz voran. Nach „Unser Dorf spart Strom“ (2012) und „Unser Dorf nutzt die Sonne“ (2014) folgte 2017 „Unser Dorf fährt elektrisch“. Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe: neue klimafreundliche Mobilitätsoptionen.

Acht Dörfer, acht Gewinner

Von 25 interessierten Dörfern reichten acht ein fertiges Konzept ein; für sie war der Betrieb von E-Carsharing wirtschaftlich. Weil mit dem Projektbudget insgesamt neun Konzepte hätten realisiert werden können, bekamen alle acht Dörfer den Zuschlag – und damit eine Ladeinfrastruktur im Wert von bis zu 12 000 Euro. Je LEADER-Region wurde außerdem das beste Konzept mit zusätzlichen 7 500 Euro zur Finanzierung eines Elektroautos gefördert. Wichtig waren dabei etwa eine plausible Finanzplanung, die Beteiligung der Bevölkerung oder weitergehende Angebote wie ein Fahrdienst.

Das 425-Seelen-Dorf Schlarpe beispielweise erfüllte diese Kriterien. Hier beteiligte sich der ganze Ort: Ein Dorfbewohner programmierte eine Buchungsplattform, andere halfen durch ihre beruflichen Hintergründe bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Lokale Unternehmen unterstützten bei der Planung und Durchführung. Der Strom für das E-Auto kommt von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses. In Schlarpe gibt es auch einen Fahrdienst: Mehr als zehn Ehrenamtliche ermöglichen zum Beispiel Einkaufsfahrten.

Für ein starkes Gemeinschaftsgefühl

Im Mai 2020 endete das Förder-Projekt, doch die Umsetzung geht weiter. „Ein Blick in die teilnehmenden Dörfer zeigt, wie vielfältig E-Carsharing-Konzepte sein können“, sagt Julian David, Regionalmanager im Harzweserland. „Jeder Ort kann passgenau für sich ermitteln, was gewünscht und gebraucht wird. Das Expertenwissen vor Ort ist ein großer Schatz für die Dörfer.“ Unterstützt wurden diese dabei von einer Projektmanagerin – vorab durch Informationsveranstaltungen und Experten-Workshops, später durch enge fachliche Beratung. Zusätzlich konnten und können sich die Menschen auch weiterhin bei offenen Treffen austauschen. So baut „Unser Dorf fährt elektrisch“ Vorbehalte gegenüber neuen Antriebsformen ab, sichert die Mobilität auf dem Land – und stärkt durch die gemeinschaftliche Nutzung eines Autos und der Bereitstellung von Fahrdiensten den Zusammenhalt im Dorf.


21. September bis 1. November 2020:

Stimmen Sie für Ihre drei Favoriten!

Zur Online-Abstimmung