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Die Projekte

Quirnbach inTakt


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Quirnbach inTakt

In einer kleinen Gemeinde erhalten alte Menschen Unterstützung im Alltag – und viele Gelegenheiten, unter Leute zu kommen.

Der demografische Wandel macht sich in der Gemeinde Quirnbach bemerkbar: Fast ein Viertel der rund 500 Einwohner ist über 65 Jahre alt. Viele von ihnen möchten in ihrer gewohnten Umgebung alt werden. Doch die Finanzierung der häuslichen Pflege stellt viele Betroffene und Angehörige vor Probleme.

Hier setzt das LEADER-geförderte Projekt „Quirnbach inTakt“ an. Sein Ziel ist es, Senioren dabei zu unterstützen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Nicht einfach für die finanzschwache Kommune – da kam die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes gerade recht. Sie bot der Gemeinde eine Möglichkeit, Alltagsbetreuung durch Einnahmen der Pflegekassen zu finanzieren. Für die Koordination kam die LEADER-Förderung ins Spiel. Ein Markttag, der fehlende Einkaufmöglichkeiten im Ort ersetzt, sollte das Angebot ergänzen.

Professionell koordiniert

Im Bürgerhaus der Ortsgemeinde wurde ein Projektbüro eingerichtet. Zwei examinierte Krankenschwestern ermitteln den Unterstützungsbedarf und initiieren Hilfen. Die „Helfer“ sind Frauen und Männer aus der Region, die Erfahrung im Umgang mit Pflegebedürftigen oder eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Einige von ihnen kamen 2015 als Geflüchtete nach Quirnbach und sind nun gut ins Gemeindeleben integriert. Die im Projekt eingebundenen Mitarbeiter unterstützen ältere oder pflegebedürftige Menschen im Haushalt. Außerdem leisten sie ihnen Gesellschaft und begleiten sie zu Ärzten, Behörden oder Veranstaltungen. In der wöchentlichen Gruppenbetreuung werden unter professioneller Anleitung gemeinsame Aktivitäten wie Singen oder Gedächtnistraining durchgeführt.

Das Dorf kommt zusammen

Jeden Donnerstag ist Markttag: Unterschiedliche Anbieter aus der Region sind mit ihren Waren vor Ort. Rund 150 Personen kommen regelmäßig – darunter auch viele, die zuvor wenig am gesellschaftlichen Leben beteiligt waren. Die Ortsbürgermeisterin betont: „Das ist kein Seniorennachmittag – es kommt das ganze Dorf und sogar Leute aus den umliegenden Ortschaften.“ Die Projektidee trägt sich weiter: In einem Nachbarort gibt es seit Februar 2020 einen Markt nach Quirnbacher Vorbild.

Zeitgleich zum Markt findet im Bürgerhaus ein generationsübergreifendes Zusammensein bei Kaffee und Kuchen statt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Projekt nach dem Ende der Förderperiode im Frühjahr 2021 weiterlaufen und sich selbst durch Einnahmen der Pflegekassen beziehungsweise Privatzahlungen der Kunden tragen kann.


21. September bis 1. November 2020:

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