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Lieferservice per Lastenrad


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Lieferservice per Lastenrad

In Burgsteinfurt bringt ein Lastenrad frische Marktware zu den Menschen nach Hause – und stärkt so auch den lokalen Einzelhandel.

Zwei Mal pro Woche rauscht ein Lastenfahrrad durch das nordrhein-westfälische Burgsteinfurt und bringt frische Waren vom Wochenmarkt direkt zu den Menschen nach Hause. Die Idee kommt von Dieter Kater von der Kaffeerösterei Kater. Wie andere lokale Einzelhändler kennt auch er die Probleme vieler ländlicher Kommunen: Abwanderung, Kaufkraftverluste und ein verändertes Konsumverhalten. Diesen Entwicklungen wollte er mit Unterstützung der LEADER-Region Steinfurter Land etwas entgegensetzen. Dabei besann er sich auf die Stärken des lokalen Einzelhandels: Flexibilität, Geschwindigkeit, Vertrauen, Regionalität und der direkte Kundenaustausch. Der Lieferservice per Lastenrad besteht seit Mai 2017 und erfüllt all das. Insbesondere Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren davon. Obendrauf leistet der Lieferant noch einen wichtigen Beitrag gegen die zunehmende Vereinsamung seiner häufig älteren Kundschaft.

Zehn Stunden in die Pedale treten

Der Bringdienst wird an den Markttagen angeboten. Immer dienstags und freitags verkaufen Lebensmittelhändler, ein Blumenhändler sowie hin und wieder auch ein Kunsthandwerker auf dem Marktplatz ihre Waren. Bestellt wird per Mail oder telefonisch. Eine aktuelle Liste der Händler und ihrer Waren findet sich in der App der Stadt Burgsteinfurt. Die Lieferung ist für die Kunden kostenlos. Für insgesamt rund zehn Stunden in der Woche ist der Fahrer unterwegs. Damit er dabei gut vorankommt, hat das Rad einen elektrischen Antrieb. Der Strom kommt von der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kaffeerörsterei. Beim Lastenrad selbst handelt es sich um eine Einzelanfertigung eines lokalen Radhändlers.

Das Projekt trägt sich selbst

Dank seines Erfolgs strahlt das Projekt über die städtischen Grenzen hinaus. So war die LAG Steinfurt mit dem Rad schon auf dem Markt der Regionen in Münster und einer gemeinsamen Veranstaltung mit der LAG Tecklenburger Land unterwegs. Seit Abschluss der Förderung im Mai 2019 trägt sich das Projekt über einen Lieferbeitrag der Händlerschaft selbst – 15 Händler beteiligen sich bis heute. Einige andere sind nach Ende der Förderzeit abgesprungen, da sie sich nicht an den Lohnkosten für den Fahrer beteiligen konnten oder wollten. Trotzdem ist das Rad weiterhin gut ausgelastet. Für die Grundlast sorgte anfangs übrigens ein lokaler Getränkehändler. Er bekam so viele Anfragen, dass er sich schließlich ein eigenes Lastenrad angeschafft hat.


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